Eine Störchin namens Max - Das Leben ist kein Froschbuffet
Neuerscheinung Tierschutzverlag
Katja Alves
März 2009
Hardcover, 120 Seiten, farbig
CHF 39.50 / Euro 26.00
ISBN 978-3908157-10-6 (via ISBN-Nummer-Link gelangen Sie in den Shop für die Bestellung des Buches)
Die Geschichte
„Eine Störchin namens Max“ ist ein etwas anderes Vogelbuch für Erwachsene, das sich auch für Kinder eignet. Unterhaltsam erzählt die in Avenches geborene Störchin, die seit 1999 einen Sender auf ihrem Rücken trägt, ihre Erlebnisse aus der eigenen Sicht. Etwa wie sie sich überwindet, fliegen zu lernen, wie sie zweifelt, den richtigen Weg in den Süden zu finden und wie sie sich dann prompt verfliegt.
Eine Kostprobe
Ich schaute auf das viele Wasser und plötzlich war ich mir nicht mehr so sicher, ob es wirklich eine gute Idee war, direkt nach Frankreich zu fliegen. So viel Wasser und auf der anderen Seite war nirgends Land in Sicht. Langsam überkam mich ein leichtes Unbehagen. „Lass uns umkehren!“, rief Ciconia. „Ich
will nach Gibraltar, da kenne ich mich aus.“ „Wir könnten doch ...“, machte ich einen letzten Versuch. Aber Ciconia sah mich wütend an. „Ohne mich, Max!“, sagte sie. „Jetzt bestimme ich, wo es langgeht. Komm, lass uns mehr westlich fliegen.“ Ciconia hatte natürlich Recht. Wir mussten umkehren, etwas anderes kam gar nicht in Frage. „Es kommt nicht darauf an, wo wir durchfliegen“, sagte ich trotzig, alle Wege führen irgendwann nach Gibraltar.“ „Was du nicht sagst“, sagte meine Freundin giftig. Langsam wurden wir müde. „Was hältst du davon, eine kleine Pause einzulegen und uns einen kleinen Happen zu gönnen?“, sagte ich zu Ciconia nach weiteren, eher schweigsamen fünfzig Kilometern. „Willst du vielleicht jetzt auf dem Grasweg nach Gibraltar?“, wollte sie misstrauisch wissen. „Ja, sicher, das heisst, vielleicht, oder wahrscheinlich doch eher nicht.“ Ciconia überlegte kurz und begann zu lachen. „Max, du hast jetzt Pause!“, beschloss sie. „Dein genetisches GPS ist sowieso total im Eimer.“
Die Autorin
Katja Alves ist als Buchautorin, Journalistin und Kolumnistin für verschiedene Printmedien tätig. Sie schreibt Kindergeschichten, Kinderhörspiele, „Schreckmümpfeli“ u.a. für Radio DRS. Ausserdem ist sie regelmässig mit der „Morgengeschichte“ auf DRS 1 zu hören.
Die Fakten
Auch wenn einiges an menschlicher Phantasie eingeflossen ist, sind es wahre Begebenheiten, die sich in der Geschichte abspielen und aufzeigen, wie das Dasein von Max und den Weissstörchen aussieht. Den Fakten über Max und ihre Artgenossen ist der zweite Teil des Buches gewidmet.
Das Naturhistorische Museum Freiburg begleitet Max seit ihrer Geburt im Jahr 1999 durchs Leben. Regelmässig informiert es Interessierte und Medien über Max’ Tun. Eine Übersicht mit Max’ Reisedaten, Max’ Tagebuch mit Flugkarten ihrer Reiserouten und eine kurze Vorstellung von Max’ Brutgebiet geben einen detaillierten Einblick ins wahre Leben der Senderstörchin. Diese Fakten über Max sind es, die der Autorin Katja Alves auch als Grundlage für die Geschichte gedient haben.
Allgemeine Informationen über den Weissstorch und ein Beitrag der Organisation Storch Schweiz zeigen auf, wie es um diesen sympathischen Zugvogel steht, welchen Gefahren und Bedrohungen er ausgesetzt ist und an welchen Punkten der Storchenschutz von heute
ansetzt.
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